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Aktualisiert

Wo kann ich mein Wohnmobil wiegen?

Von technischen Checks über das Abhaken der Packliste bis hin zum Planen der Route: Vor jeder großen Fahrt mit dem beladenen Wohnmobil gibt es viel zu tun.

Ihr Wohnmobil zu wiegen, sollte ebenfalls fester Bestandteil Ihrer Reisevorbereitungen sein. Aber wo ist das überhaupt möglich?

Wohnmobile wiegen: Öffentliche Waagen als gute Anlaufstelle

Zum Glück ist es nicht schwer, eine öffentliche Waage für Ihr Wohnmobil zu finden. In vielen Gemeinden gibt es entweder eine Autowaage oder eine LKW-Waage in der Nähe, die auch der Allgemeinheit zur Verfügung steht.

Waagen dieser Art sind nicht selten Teil von Schrottplätzen, Mülldeponien oder Kieswerken. Im Zweifelsfall fragen Sie am besten kurz telefonisch nach, ob eine Nutzung für Sie und Ihr Wohnmobil möglich ist.

Findet sich weder ein Schrottplatz noch eine Mülldeponie, ist die nächste TÜV-Abnahmestelle eine gute Adresse. Hier müssen Fahrzeuge schließlich regelmäßig gewogen werden. Nach vorheriger Rücksprache sollte ein Wiegen Ihres Mobils kein Problem darstellen.

Kosten für die Wägung sind üblich

Die meisten Stellen, bei denen Sie Ihr Wohnmobil oder Wohnwagen wiegen lassen können, verlangen für die Wägung eine Gebühr. Das ist üblich und nachvollziehbar, denn für Wartung, Eichung und Betrieb einer Fahrzeugwaage entstehen Kosten.

Wie teuer die Fahrt auf die Wohnmobil-Waage wird, lässt sich pauschal aber nicht sagen. Die Kosten liegen meist zwischen 10 und 20 Euro.

Übrigens: Für alle Aufgaben rund um die Reisevorbereitung hat HYMER für Sie hilfreiche Wohnmobil-Checklisten zusammengestellt. Diese finden Sie mit einem Klick auf den verlinkten Beitrag.

Achtung: Bei Überladung drohen Bußgelder

Ein voll beladenes Wohnmobil wiegt selbstverständlich mehr als das Fahrzeug im Leerzustand. Je nach Reiseziel, Reisezeit und Equipment kann das Gepäck sogar ordentlich zu Buche schlagen.

Fahren Sie ein Wohnmobil bis 3,5 Tonnen, müssen Sie dieses zulässige Gesamtgewicht auch unbedingt einhalten. Überschreiten Sie es, wirkt sich das nicht nur negativ auf die Fahrsicherheit aus, sondern kann auch teuer werden.

In Deutschland ist das Bußgeld vom Grad der Überladung abhängig. Bei fünf Prozent werden zehn Euro fällig, bei 30 Prozent schon 235 Euro und obendrauf gibt es einen Punkt.

Bei Fahrten ins Ausland wird eine Überladung sogar noch teurer. So beispielsweise in beliebten Reiseländern wie Frankreich, Dänemark, Spanien, Schweden und Italien. Besser ist es also, dieses Ärgernis vorab zu verhindern.

Wichtig: Auch ein geringes Bußgeld sollte Reisemobil-Fahrer nicht dazu verleiten, das Fahrzeug zu überladen und die Strafe gegebenenfalls in Kauf zu nehmen.

Schließlich ist eine Überladung unter Umständen ein großes Sicherheitsrisiko und kann zudem im Ernstfall versicherungsrechtliche Schwierigkeiten nach sich ziehen.

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